Kodierempfehlung Nr. 122
| Schlagwort: | Blasenstein, Belastungsinkontinenz, Stressinkontinenz, TVT, Komplikation | ||
| Stand: | 2007-01-10 | ||
| Aktualisiert: | 2010-04-20 | ||
| DRG: | |||
| ICD: | N21.0 | N39.47! | T83.8 |
| OPS: | |||
Problem/Erläuterung:
Stationäre Aufnahme wegen eines ambulant zystoskopisch festgestellten, wandständigen Blasensteines bei Zustand nach TVT–Implantation (tension free vaginal tape) zwei Jahre zuvor. Die Diagnostik ergibt außerdem das Vorliegen einer Rezidiv-Belastungs-/Stressinkontinenz, der Blasenstein konnte nicht endoskopisch entfernt werden. Er hatte sich an dem partiell ins Blasenlumen verlagerten TVT gebildet. Therapeutisch erfolgte deshalb die Sectio alta mit TVT- und Blasensteinentfernung und eine Suspensionsoperation nach Burch. Was ist die Hauptdiagnose und wie ist sie zu verschlüsseln?
Kodierempfehlung:
Die Einweisung und Aufnahme erfolgte primär zur Entfernung eines wandständigen Blasensteines, der deshalb mit N21.0 Stein in der Harnblase als Hauptdiagnose zu verschlüsseln ist.
Als Nebendiagnose kann neben N39.3 Belastungsinkontinenz [Stressinkontinenz] auch T83.8 Sonstige Komplikationen durch Prothesen, Implantate oder Transplantate im Urogenitaltrakt kodiert werden.
Für Fälle ab 2010 ist zusätzlich der Kode N39.47! Rezidivinkontinenz zu verschlüsseln.